lötschental

2019, true silver gelatin baryta based paper, 50 cm × 60 cm

Lötschental


Until the middle of the last century, the valley community still lived in a largely secluded environment. The late Lötschberg tunnel construction in the 1920th connected the valley to the periphery, but it was a long time before the first tourism reached the valley in the 1970th, a ski centre was formed on the Lauchernalp and the Lötschental was discovered as a hiking area in partly untouched nature. To this day, the valley community has been able to preserve its own customs, traditions and language, even though the changing times have left their mark on this valley. 


»Eigene Bräuche, Sitten und auch Sprache sind hier immer noch präsent, auch wenn die Jetztzeit durch jeden Schlupfwinkel drängt, das Vergangene sich mit dem Neuen mischt. Das Tal strahlt für mich immer wieder so etwas wie »Eingebettet-Sein« aus, hier konkret in dem Finsteraarhornmassiv und gleichzeitig strömt es eine Enge, eine Beklemmung aus, der man wohl nur durch das Hinaufklettern entrinnen kann. So wie früher eben, als jeder Alpgang einem Fest gleich kam, den man mit Musik und gemeinsam begangen hat.« (aus: Lötschen, Hrsg: Hedwig und Karl Anneler)


Die Häuser aus Lärchenholz, schwarz durch die Zeit, mit kleinen Fenstern, dicht an dicht, um die Wärme von Haus zu Haus fließen zu lassen, die Kornstadel auf Holzpfählen und Steintellern thronend, wirken nostalgisch, wehmütig und auch befremdlich auf uns. Wie konnte man dort leben? Wie einfach und wie beschwerlich, wie verbunden aber mit der Natur war dieses Leben? Die Alten ernsthaft, oft von hohem Alter, gerade ihr Rücken, fest ihre Hand, aufrecht ihr Gang. Die Kirche das Zentrum jeder Dorfschaft, die Richtschnur des gottgefälligen Lebens, duldsam und nicht aufbegehrend in der Gewissheit, dass ein Fortleben im Jenseits der Lohn aller Mühe ist.

Bietschhorn

Kippel

Atelier A. Nyfeler

Maria Bellwald

Franz Rieder

Ignaz Bellwald